
Wie läuft eine osteopathische Untersuchung und Behandlung ab ?
Die osteopathische Untersuchung und Behandlung erfolgt hauptsächlich mit den Händen, d.h. es werden zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken kaum Geräte verwendet. Laborbefunde, Röntgenbilder etc. stellen jedoch in vielen Fällen eine notwendige Grundlage für den Behandlungsaufbau dar.
a) Die Anamnese
Im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes, wird zunächst eine
ausführliche Anamnese erhoben. Auch lange zurückliegende
Unfälle oder Erkrankungen können wichtig sein.
Die aus dem Patientengespräch gewonnenen Informationen
müssen bei Bedarf durch weitere Befunde
(Röntgen, MRI, CT, Labor, etc.) ergänzt werden.
b) Die Untersuchung
Durch das Beobachten des Haltungsmusters und bestimmter
Bewegungsabläufe (z.B. Gehen, Vorbeugen aus dem Stand, etc.),
durch Betasten und Erfühlen von Spannungen, durch Testen der
Beweglichkeit der Gelenke, des Gewebes und der Organe, sowie
mittels Durchführung spezifischer Tests, erhält man viele wichtige
Informationen.
Es geht darum, ein Gesamtbild zu sehen und relevante Zusammenhänge zu erkennen.
c) Die Behandlung
Praktisch gesehen ist die Behandlung ganz manuell und auf die Korrektur von Gewebespannungen und Mobilität gerichtet.
Mittels Manipulation und spezifischen Gewebetechniken (viszeral und cranial) kann der Osteopath tief liegende Gewebe erreichen und behandeln. Er richtet sich nach den drei genannten Bereichen. Die Harmonie zwischen diesen Systemen ist von vitaler Bedeutung durch welche die Homeostase (Gleichgewicht) des ganzen Organismus erhalten bleibt.
